Filmkulisse

… oder auch „Paula“

„Klar, Paula kenn‘ ich. Das ist doch diese Werbe-Kuh eines Molkereiprodukt-Konzerns, der sich einer bruchstückhaft-subjektiven Erinnerung nach mit einem Konkurrenten gerichtlich in den Haaren lag, weil deren Fellmuster den Vanilleflecken im Schokopudding – oder waren es Schokoflecken im Vanillepudding – irgendwie ähnlich sahen. Oder war es noch ganz anders? Jedenfalls hatten die Firmenanwälte reichlich zu tun und nun haben vermutlich auch deren Putzfrauen endlich einen Porsche. Schön, dass es auf der Welt sonst keine anderen Probleme gibt!“

Zu Problemen ganz anderer Art gab es übrigens 2015 einen Filmdreh im Emsdettener Venn. Um die Wende des 19. Jahrhunderts lebte in der norddeutschen Künstlerkolonie Worpswede unter anderem die bekannte Malerin Paula Modersohn-Becker. Keine Angst, deren teils bewegende Lebensgeschichte wollen wir hier garnicht erst mit „copy & paste“ reinpappen – die können Sie gerne direkt bei Wikipedia usw. nachlesen.

Hier geht es konkret darum, dass einige der Filmszenen in einem Moor spielen, wo die Dame vor Ort das  harte Leben der Torfarbeiter in ihren ärmlichen Lehmhütten kennenlernte.

Der Worpsweder Heimatkundler Ulrich Hartmann nahm Kontakt mit unserem Venn-Allrounder Ludwig Klasing auf, so dass im Emsdettener Venn die damalige Situation im Teufelsmoor als Filmkulisse nachgestellt wurde. Dazu karrten die Requisiteure jede Menge Equipment aus Museen etc. heran, was vom einfachen Spaten über den Nachbau einer Hütte bis hin zu Torfdiemen reichte.

  • Für mehr Infos die Bilder bitte anklicken!

Falls Sie die „Emsdettener Volkszeitung“ vom 02.10.2015 noch zur Hand haben sollten 😉 können Sie das gerne dort nachlesen. Da steht auch, dass von Seiten des Emsdettener Naturschutzes neben dem eben erwähnten Ludwig Klasing auch noch Johannes Schilling, Willi Winter sowie Klaus Pleimann hinterher beim Abbau mithalfen bzw. Neudeutsch „am Set“ waren.

Bevor das Werk „Paula – Mein Leben soll ein Fest sein“ in die Kinos kommen sollte hatte die Filmcrew abschließend zugesagt, die Vorpremiere im Metropolis Emsdetten abzuhalten; der Termin dafür war der 18.01.2017. Da gab es  – trotz Kürzung der Szenen im Moor – einige „Aha“-Erlebnisse und wer zusätzliche Live-Infos möchte kann auch direkt vor Ort gucken: direkt im Venn lagern immer noch einige der Torfdiemen, die uns auf Anfragen L. Klasings zum Dank für die Kooperation überlassen wurden.

Also – nichts wie hin oder filmweltgerecht formuliert: „Hol‘ schon mal den Wagen, Harry!“

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