Blühstreifen

„Ja, früher konnte man sich noch sattessen! Blühende, nektarspendende Pflanzen an jedem Ackerrain, soweit man schauen konnte“. Der Schmetterling seufzt weiter: „Heute hingegen sind wir nur noch wenige und die Streifen zwischen Rain und Strasse werden zudem immer schmaler. Es würde mich nicht wundern, wenn Bayer, Monsanto & Co. nicht schon an einem Saatgut arbeiten, welches auch auf dem Asphalt aufgeht.“

Aus der Ferne erklingt das näherkommende Geräusch eines Treckers. „Ich muss los“, sagt eilig der Falter weiter, „die sprühen derzeit auch wieder Glyphosat. Schade, meine Artgenossen und ich haben Keinem was getan und sind trotzdem unter Dauerbeschuß“. Er breitet seine wunderschönen Flügel aus und startet in den Morgenhimmel – ein Wiedersehen ist ungewiss.

 

Soweit, so schlecht. Doch mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, denen die Natur alles andere als egal ist. Auch das Thema „Blühstreifen“ ist auf der Agenda der Politik gelandet. Wenn sie es engagiert angehen (also anders als beim Diesel-Abgasskandal) besteht durchaus die Chance, den Pflanzen, die davon lebenden (nicht nur die bestäubenden!) Insekten und letztlich auch uns selbst eine Zukunftsperspektive zu eröffnen.

Und wenn besagter, obiger Treckerfahrer sich einmal die Bildergalerie anschaut, wird er wissen, wovon ich hier schreibe …

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